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Tunnel Albaufstieg

NBS, PA 2.2 Tunnel Albaufstieg, Gemeinden Aichelberg, Gruibingen und Hohenstadt, Landkreis Göppingen / Baden-Württemberg / Deutschland

Die beiden Tunnel des Albaufstieges sind ein wesentlicher Bestandteil des Großprojektes Stuttgart–Ulm. Der rund 15,8 km lange Planungsabschnitt besteht aus dem ca. 8.806 m langen Boßlertunnel und dem ca. 4.847 m langen Steinbühltunnel samt den jeweils zugehörigen freien Strecken. Im gesamten bergmännischen Bereich sind eingleisige Tunnelröhren mit Kreisquerschnitt mit einem lichten Innenradius von 4,70 m vorgesehen.

Die Dicke des Gebirgspfeilers zwischen den beiden Röhren ist veränderlich und beträgt zwischen 5 m und 30 m. Die maximale Überlagerungshöhe beläuft sich beim Boßlertunnel auf rund 280 m und beim Steinbühltunnel auf rund 120 m. Die Strecke ist auf eine Entwurfsgeschwindigkeit von 250 km/h ausgelegt, wobei die maximale Längsneigung 25 ‰ beträgt. Das Sicherheitskonzept sieht vor, dass in Abständen von max. 500 m begehbare Verbindungsstollen hergestellt werden.

BO1 TVM Tuebbingzufuehrer ST3 Abdichtung BO2 Durchschlag Umpfental

Der überwiegende Teil des Boßlertunnel wird vom Nordportal Aichelberg ausgehend mit einer Tunnelvortriebsmaschine mit einem Durchmesser von 11,34 m aufgefahren. Dabei kommt eine einschalige, gedichtete Stahlbetontübbingauskleidung zur Ausführung. Der Start der Tunnelvortriebsmaschine fand im April 2015 statt. Bis Ende Mai 2016 wurden mit der Tunnelvortriebsmaschine rund 6,0 km aufgefahren. Bereits im Juli 2013 begannen die Vortriebsarbeiten mit der Spritzbetonbauweise im Zwischenangriffsstollen Umpfental. Dieser diente in Verbindung mit einem rund 50 m tiefen Erkundungsschacht samt Erkundungsstollen dazu, möglichst frühzeitig die bereichsweise stark druckhaft prognostizierten Gebirgsverhältnisse zu erkunden.

Die Vortriebe des Steinbühltunnels erfolgen von der Baugrube Pfaffenäcker aus in Spritzbetonbauweise. Der rund 100 m² große Ausbruchsquerschnitt wird in Teilquerschnitten aufgefahren, wobei vortriebsbegleitend umfangreiche Karsterkundungsmaßnahmen durchgeführt werden. Die Vortriebsarbeiten wurden Ende 2015 abgeschlossen. Mit den Betonarbeiten für den Innenausbau wurde im Mai 2015 begonnen.

Die Röhren beider Tunnel werden im Bereich der geschlossenen Bauweise druckdicht hergestellt. Mit Ausnahme der TVM Strecke erfolgt der Ausbau mit einer Rundumabdichtung aus Kunststoffdichtungsbahnen und einer 40 bis 50 cm starken, bewehrten Ortbetoninnenschale, mit einer Regelblocklänge von 12,5 m.

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