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Altlastensanierung

Infolge unkontrollierter Ablagerungen von Bauschutt, Haus- und Gewerbemüll, die teilweise im Grundwasserschwankungsbereich lagen, musste das gesamte Areal nach dem „Wiener Dichtwand-Kammersystem“ abgesichert werden.

  Dies erfolgte auf eine Länge von 4.200 m mittels bis zu 33 m tiefen Schmalwänden mit einer Fläche von 186.000 m² sowie mit bis zu 56 m tiefen Schlitzwänden mit einer Fläche von 39.000 m². Über einen Zentralbrunnen und 42 Dichtwandkammern wird der Grundwasserspiegel innerhalb der Deponie immer niedriger gehalten als der Außenwasserspiegel. Die Absicherungsarbeiten erfolgten in den Jahren 1992/93 und 1996/97.

ALSAD Langes Feld 1  ALSAD Langes Feld 2

DEPONIEBETRIEB
Die Gesamtfläche der Deponie beträgt 71 ha, das Deponievolumen insgesamt 10,600.000 m³ und weist folgende Kompartimente auf:
• Baurestmassendeponie: 46 ha
• Reststoffdeponie: 7 ha
• Massenabfalldeponie: 9 ha
Ein wichtiges Ziel ist die Wiederverwertung von Abfällen durch Sortierung, Recycling und Vererdung. Die abzulagernden Materialien sind durch die Schlüsselnummern des „Abfallkataloges“ nach ÖNORM S 2110 beschränkt.
Der Deponiebetrieb ist bis 2020 bewilligt.

LANDSCHAFTSGESTALTUNG
Die Planung der Oberflächengestaltung erfolgte in Abstimmung mit der MA 18 (Stadtplanung Gruppe Grün und Freiraum). Die Geländegestaltung stellt eine Verknüpfung von landschaftlich-weichen und geometrisch-strengen Formen dar. Die Schütthöhen betragen bis zu 50 m. Die Bepflanzung erfolgt durch die MA 49 (Forstamt der Stadt Wien), das Artenspektrum orientiert sich an der natürlichen Vegetation und reicht von Baumgruppen und Gebüschen bis zu Freiflächen. Die Abdeckung der Deponie beträgt mindestens zwei Meter, wobei mittels „Vererdung“ von organischen und anorganischen Materialien über einen kontrollierten Hitzerotteprozess ein standortgerechtes Bodenprofil geschaffen wird.

NACHNUTZUNG
Nach abgeschlossener Deponierung (voraussichtlich 2020) und vollständiger Landschaftsgestaltung soll das Areal der Öffentlichkeit als Naherholungsgebiet dienen.

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