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Sanierung Altlast ST19 Weiz

Die Gerbereideponie befand sich am südlichen Rand des Ortsgebietes der Stadt Weiz und wird durch die von Westen nach Osten quer durch die Deponie verlaufende Bundesstraße 72 (Weizer Straße) in einen Nordwestbereich und einen Südostbereich geteilt. Die Deponiesohle lag im Grundwasser bzw. im Grundwasserschwankungsbereich.

Im Deponiebereich waren auf Grund der Gerbereischlamm-Ablagerungen sowohl beachtliche Bodenbelastungen (Feststoffgehalte, Eluate) als auch in weiterer Folge Deponiegas- und Grundwasserbelastungen gegeben.

Die Ausführung der Sanierung (Räumung) erfolgte entsprechend der von der Förderstelle und der Altlastensanierungskommission bewilligten Sanierungsvariante wie folgt:
•    Räumung der NW und SO der B 72 liegenden kontaminierten Ablagerungen
•    Sicherung des Bereichs der B 72 durch Verfestigung des kontaminierten Bodenbereichs mittels Bodenmischverfahren

Im Zuge der Sanierung waren zur Umsetzung folgende „Begleitmaßnahmen“ erforderlich:
•    Bauvorbereitung (SiGe-Plan, Abfallcharakterisierung,…)
•    Baustelleneinrichtung (inkl. Schwarz/Weiß-Anlage, Waage, Reifenreinigungsanlage, Kehrwagen, Baustraßen, verkehrstechnische Maßnahmen)
•    Abstimmung aller Sanierungsarbeiten auf die SiGe-Anforderungen
•    Maßnahmen zur Methanreduktion (Vorbelüftung der belasteten Bodenbereiche)
•    Maßnahmen zur Geruchsbekämpfung (Absauganlage an der Aushubstelle)
•    Baugrubensicherung und Wasserhaltung

Altlast Weiz 1 Altlast Weiz 2 Altlast Weiz BioPuster

Ausführung:
Der Baubeginn erfolgte im November 2013 mit der Baufelderschließung und Errichtung der Baustelleneinrichtung incl. aller sicherheitstechnisch relevanten Einrichtungen sowie Installation und Betriebsaufnahme von Wasserhaltung und Be- u. Entlüftung mittels Biopuster-Verfahren des Altlastkörpers. Aus Gründen der Geruchsbelästigung für die Anrainer mussten die Aushubarbeiten in der kalten Jahreszeit durchgeführt bzw. weitestgehend abgeschlossen werden. Die geräumten Altlastabschnitte wurden mit geprüftem Abraummaterial aus den umliegenden Steinbrüchen verfüllt. Vorhandenes, nicht kontaminiertes Oberbodenmaterial konnte wieder für die oberflächliche Andeckung und Begrünung verwendet werden.

Im Jänner 2014 wurde mit dem Aushub der Altlast auf dem NW-Abschnitt begonnen. Nach Klassifizierung und Zuteilung vom vor Ort anwesenden Chemiker wurde das Aushubmaterial zu den entsprechenden Deponien und Entsorgungsbetrieben (teilweise Verbrennung) in der Steiermark, Nieder- und Oberösterreich verbracht.
Im März 2014 wurde mit den Bodenverfestigungsarbeiten (Versuchsfeld mit nachfolgender Stabilisierung) im Bereich der B 72 begonnen. Die Räumungsarbeiten konnten plangemäß mit Anfang Mai 2014, die Bodenverfestigung erfolgreich per Ende Mai 2014 abgeschlossen werden, sodass per Ende Juni 2014 das vertragliche Bauende eingehalten werden konnte.  

 

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