KW Sohlstufe Lehen

Abgesehen von den architektonischen Dachaufbauten, waren Ende des vergangenen Jahres die Betonarbeiten am Hauptbauwerk bereits im Endstadium und das Krafthausdach konnte mit dem Versetzen der Betonfertigteile noch vor dem ersten Schneefall geschlossen werden.

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Bedingt durch die winterliche Niederwasserperiode wurde zeitgleich mit dem Raugerinne und der Pendelrampe zur ökologischen Erschließung des Glankanals begonnen. Die Untergrundverhältnisse („Salzburger Seeton“ im Einschnittsbereich) und die parallel verlaufende Zufahrtsstraße samt HD-Gasleitung erforderten in diesen Bereichen eine Böschungssicherung mittels Spundwänden.

Aufgrund der Terminsituation wurden 2013 die Arbeiten an den Vergussbetonblöcken der Triebwasserführung bereits am 2. Jänner wieder aufgenommen. Die Schwierigkeit bestand hierbei zum einen aus der aufwendigen Schalungsgeometrie, zum anderen aus der vorgegebenen Betoniergeschwindigkeit, weshalb teilweise bis zu 24 Stunden pro Takt betoniert wurde.

Nach dem Setzen der Ein- und Auslaufdammbalken beider Maschinenachsen konnte ab Jänner mit dem Rückbau der Fangedämme, dem Schließen der Sohlsicherung in jenen Bereichen, sowie dem Abbruch der Hochwasserschutzmauer am Wehrpfeiler 1 begonnen werden. Begleitend hierzu fanden in den Betriebsräumen des Krafthauses die Estrich-, Dämm- sowie Verputzarbeiten statt. Bis Ende Februar waren alle für den Aufstau der Salzach erforderlichen Bauwerke fertig gestellt und somit konnte dieser Pönaltermin eingehalten werden.

Während der Montage beider Maschinensätze, der Inbetriebsetzung der Wehranlage, der Installation der Leittechnik sowie der Steuerelektronik verlagerten sich die Arbeiten der ARGE zunehmend auf das Umfeld der Kraftwerksanlage. So wurde bis Ende März die Fischaufstiegsanlage samt Zählbecken, Ausleitungs- und Querungsbauwerk fertig gestellt. Die bereits im Vorjahr begonnene Errichtung der Pendelrampe aus Blocksteinen und Sohlsubstrat konnte fortgesetzt und mit der Mäandrierung der Glan sowie dem Bau von Kiesschnellen und Tiefenrinnen im Frühsommer beendet werden.

Im Zuge des ersten Vollstaus der Salzach, vom 22. bis 24. April, fanden die letzten Tests und Einstellungen an der Wehranlage statt, während im Krafthausinneren noch an beiden Maschinensätzen für den geplanten Probebetrieb im Juni 2013 gearbeitet wurde.

Die Bauleistungen im Mai konzentrierten sich auf die parallel zur Kraftwerksanlage verlaufende Stützmauer, das im Oberwasser befindliche Zulaufbauwerk zum Umgehungsgerinne sowie die Arbeiten am linken Ufersammler „VS3“. Seitens Erdbaus wurde der Anschluss des Verbindungsgewässers an den Glankanal sowie die Endgestaltung der bearbeiteten Bereiche in Abstimmung mit der ökologischen Bauaufsicht in Angriff genommen. Das Verbindungsgewässer selbst stellte den Lückenschluss zwischen Glankanal und Fischaufstieg der Kraftwerksanlage dar.

Die letzten Arbeiten bis Bauende waren die Fertigstellung des Ufersammlers „VS3“ sowie dessen Überleitungskanal, die elektrische Erschließung der gesamten Anlage mittels 30kV-Ableitung ins Umspannwerk Hagenau, der Straßen- und Wegebau, die Renaturierung der ökologischen Ausgleichs- und Erholungsflächen sowie die Fertigstellung der Wehrbrücke als Verbindung beider Salzachseiten für Fußgänger und Radfahrer.

Abschließend ist noch zu erwähnen, dass die ARGE KW Sohlstufe Lehen im Zuge des Hauptauftrages auch den Zuschlag für die Errichtung des Hochwasserschutzes flussaufwärts der Salzach erhalten hat. Dieser erstreckt sich beginnend von der Sohlstufe bis hin zur Eisenbahnbrücke auf eine Länge von knapp 1.200 m links und rechts des Flusslaufes. Technisch umgesetzt wurde dieser vorwiegend durch Schwergewichtsmauern beziehungsweise temporäre Wegerhöhungen und Dammschüttungen. Die geplante Bauzeit hierfür wurde mit April bis August 2013 festgelegt.

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