Straßenbahnlinie Harter Plateau - Linz - Oberösterreich
| AUFTRAGGEBER | Linz Linien GmbH |
| BAUZEIT | März 2009 - August 2010 |
| PROJEKTART | Rohbauarbeiten Straßenbahnliie |
| AUSFÜHRUNG | in Arbeitsgemeinschaft |
| PROJEKTDATEN | Tunnel in bergmännischer Bauweise: |
| zwei eingleisige Röhren, Länge je ca. 950 m | |
| Tunnel in offener Bauweise L=363 m | |
| Rampenbauwerk L=77 m | |
| Objekte: | |
| Verlängerung Fußgängerunterführung | |
| Brücke Gaumbergstraße | |
| Unterführung der Westbahn | |
| Haltestelle Keferfeld: Bohrpfahlwand |
Seit März 2009 sind die Rohbauarbeiten für diese neue Straßenbahnlinie vom Linzer Hauptbahnhof zum Harter Plateau im Gange. Im Februar 2010 wurden die Ausbruchsarbeiten der Tunnelröhren abgeschlossen. Diese Arbeiten wurden im Firmenprospekt 2009 beschrieben.
INNENSCHALE BERGMÄNNISCHE TUNNEL
Im März 2010 wurde mit den Arbeiten an der Innenschale begonnen. Mit einer Fullroundschalung in jeder Röhre des Haupttunnels wurden je 96 Blöcke betoniert. Die Innenschale wurde wasserdicht gemäß WDI-Kriterien ausgeführt und übernimmt die volle Dichtfunktion. Das Grundwasser steht bis ca. 4 m über Firste. Zeitgleich mit dem Betonieren der Innenschale im Bergmännischen Tunnel musste der als Startbaugrube für die Ausbruchsarbeiten genutzte Teil der Offenen Bauweise geschlossen werden. 
Während dieses Fertigstellungszeitraums war keine Zufahrt in die Tunnelröhren möglich. Die Ver- und Entsorgung konnte nur über eine am Portal befindliche Deckenöffnung in der OBW erfolgen. Der Beton wurde über an der Portalwand installierte Fallrohre von der darüberliegenden Anlieferspur an Mischwagen im Tunnel übergeben, die den Beton zu den Betonpumpen an den Schalungen transportierten. Die Bewehrung wurde blockweise über die bestehenden Tunnelröhren der Straßenbahn in der verkehrsfreien Zeit während der Nachtstunden eingebracht. Als Transportsystem wurden Container und LKW eingesetzt.
INNENSCHALE QUERSCHLÄGE
Bei den vier im Abstand von ca. 210 m angeordneten Querschlägen wurde die Innenschale alternativ zur ausgeschriebenen Stahlbetoninnenschale mit einer Kombination aus Spritzabdichtung und Stahlfaserspritzbeton hergestellt. Auf die Außenschale aus Spritzbeton wurde ein Abdichtungsträger als Ausgleichslage aufgespritzt. Anschließend wurde die Spritzabdichtung im Trockenspritzverfahren aufgebracht und auf diese Spritzabdichtung eine 30 cm starke Innenschale aus Stahlfaserspritzbeton im Nassspritzverfahren aufgetragen. In den Übergangsbereichen zur Stahlbetoninnenschale der Haupttunnel wurden zusätzliche, außen liegende Fugenbänder und in der Querfuge situierte Injektionsschläuche und quellfähige Fugenbänder angeordnet. Diese sollen eventuelle Wasserumläufigkeiten verhindern.
TUNNEL IN OFFENER BAUWEISE
Die Betonarbeiten des Rahmenbauwerks wurden - wie bereits bei den vorangehenden Bauabschnitten - abschnittsweise (Regelblocklänge 14 m) ausgeführt. Die Sohle und nachfolgend die Wände und Decken wurden mit Großflächenschalungen geschalt, anschließend wurde die Bewehrung verlegt und der Beton eingebracht.
OBJEKTE
RESÜMEE
Nach Abschluss der Betonarbeiten konnte termingerecht mit den Ausbaugewerken und dem Gleisbau begonnen werden.




