Roppener Tunnel - Adaptierung 1. Röhre - A12 Inntalautobahn / Tirol
| AUFTRAGGEBER | ASFINAG Bau Management GmbH |
| BAUZEIT | Oktober 2009 - Dezember 2010 |
| PROJEKTART | Autobahntunnel, Adaptierung Bestandsröhre |
| AUSFÜHRUNG | in Arbeitsgemeinschaft |
| PROJEKTDATEN | Gesamtlänge | 5.110 m | |
| Ausbruch von vier zusätzlichen Pannenbuchten a 58m | ca. 10.000 m3 | ||
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Anbindung von begehbaren Querschlägen (GQ) |
6 Stk. | ||
| Anbindung von befahrbarem Querschlag (EQ) | 6 Stk. | ||
| Anbindung von befahrbarem Querschlag (FQ)) | 1 Stk. | ||
| Herstellung von zusätzlichen Feuerlöschnischen | 19 Stk. | ||
| Herstellung von zusätzlichen Notrufnischen | 8 Stk. | ||
| Herstellung ZWD (ASN neu und Tunnelmitte | ca. 480 m | ||
| Erneuerung der Fahrbahn | ca. 40.000 m2 | ||
| Diverse Aufbesserungsarbeiten am Bestand | |||
Die A12 Inntalautobahn unterfährt mit dem Roppener Tunnel auf eine Länge von ca. 5.100 m das Tschirgant Massiv zwischen den Gemeinden Roppen im Osten und Imst im Westen. Nach Fertigstellung der Neubauröhre Ende September 2009 wurde mit der Sanierung der Bestandsröhre die zweite Bauphase begonnen. Die zweite Röhre wurde vorübergehend im Gegenverkehrsbetrieb freigegeben.
Baustelleneinrichtung
Die Zufahrt zum gegenständlichen Baulos erfolgt über das hochrangige Straßennetz der A12. Als Baustelleneinrichtungsflächen konnten die bestehende Betriebsumkehr West sowie die Vorportalbereiche West und Ost genutzt werden.
Herstellung von vier zusätzlichen Pannenbuchten
Im Rahmen der Adaptierung erfolgte die Herstellung von vier zusätzlichen Pannenbuchten (ASN). Als Vorarbeiten für die Ausbrucharbeiten wurde die bestehende Zwischendecke sowie die Bestandsinnen- und die Spritzbetonaußenschale abgebrochen. Die Innenschale wurde hierbei durch erschütterungsarmes Sprengen in einem eigenen Arbeitsgang abgetragen, wobei darauf zu achten war, dass die vorhandene Vortriebssicherung intakt bleibt.
Der Ausbruch der Abstellnischen erfolgte bergmännisch, baugleich dem Querschnitt in der Neubauröhre mit Unterteilung in Kalotten- und Strossenvortrieb. Besonderes Augenmerk war auf das Einhalten der Erschütterungsgrenzwerte zu legen, um Schäden im Bestand hintan zu halten. Weiters wurden die Kreuzungsbereiche zu den befahrbaren Querschlägen ausgebrochen. Die nachfolgende Isolierung der Pannenbuchten erfolgte mittels Folienabdichtung. Im Zuge des Innenausbaus der Pannenbuchten wurden eine 35 cm starke, unbewehrte Innenschale betoniert und je zwei Stirnwände pro Pannenbucht hergestellt.
Das Betonieren der 25 cm starken Innenschale in den EQ Einbindungsbereichen erfolgte mittels eines eigenen Klappschalwagens. Die neu zu bauenden Pannenbuchten erhielten nachträglich neue Zwischendecken. Nach Fertigstellung der Betonarbeiten wurde die Tunnelbeschichtung appliziert.

Querschläge und Nischen
Bei den im Zuge der Vortriebsarbeiten der zweiten Röhre bis an die Bestandsinnenschale aufgefahrenen Querschlägen wurden rechteckige Ausschnitte in der Innenschale hergestellt und durchgebrochen. Um einen tropfwasserdichten Anschluss zum Bestand sicherzustellen, wurden Zellschaumstreifen und Verpressschläuche in die Fugen gelegt.
Nach Fertigstellung der Isolierung wurden ein sogenannter Gewölbestummel betoniert und die Verpressschläuche injiziert. Der Ausbruch und die Herstellung von 8 zusätzlichen Notrufnischen und 19 zusätzlichen Feuerlöschnischen erfolgte mittels Bagger mit Hydromeißel.
Sonstige Bauleistungen
Im Bereich der Tunnelmitte wurde auf ca. 204 m die Zwischendecke nachgerüstet. Weiters wurden diverse Ausbesserungsarbeiten an Kabelkanal, Tunnel-hauptentwässerung und Schlitzrinnen durchgeführt sowie die Bestandsfahrbahn durch eine Betondecke ersetzt. Bei den gesamten Arbeiten war besonderes Augenmerk auf den Schutz des Bestandes und auf die Umlegung der bestehenden Kabel und Leitungen zu legen.





