OUF Hausmannstätten-Tunnel Himmelreich-Steiermark
<< zurück | vor >>
| AUFTRAGGEBER | Amt der Steiermärkischen Landesregierung |
| BAUZEIT | Jänner 2010 - April 2012 |
| PROJEKTART | Errichtung eines zweispurigen Straßentunnels |
| AUSFÜHRUNG | in Arbeitsgemeinschaft |
| PROJEKTDATEN |
Tunnel | |
| Bergmännische Bauweise | 996,45 m | |
| Entlüftungsquerschlag | 30,00 m | |
| Entlüftungsschacht | 46,00 m | |
| Offene Bauweise Ost | 49,00 m | |
| Straßenbau | ||
| Bereich West (inkl. 2 Kreisverkehrsanlagen) | 759,50 m | |
| Bereich Ost (inkl. 1 Kreisverkehrsanlage) | 515,00 m |
PROJEKTÜBERSICHT
Das Ortszentrum von Hausmannstätten wird durch die Errichtung einer Ortsumfahrung vom Individual- und Durchzugsverkehr entlastet. Die Trasse der Umfahrung beginnt im Westen mit dem Anschluss an die bestehende Landesstraße B73 und erstreckt sich über eine Länge von 2.320 m. Im mittleren Abschnitt quert die Trasse den Bergrücken „Himmelreich“ mit dem 1.045 m langen Tunnel Himmelreich und schließt im Osten wieder an die bestehende Landesstraße B73 an.
Das Bauvorhaben beinhaltet die Errichtung des Tunnels Himmelreich, des Lüftungsschachts, der Straßenabschnitte von den Portalen bis zur bestehenden B73 sowie der Bauwerke an den Portalen - wie Stützmauern, Betriebsgebäude und Gewässerschutzanlage. Im westlichen Abschnitt des Tunnels Himmelreich wurde bereits im Vorfeld ein rund 743 m langer Erkundungsstollen aufgefahren.
VORTRIEB
Die Vortriebsarbeiten erfolgen vom Westportal Richtung Osten, wobei die ersten 73,6 m bereits im Zuge der Erkundungsmaßnahmen im Vollprofil ausgebrochen wurden. Von TM 73,60 bis TM 742,50 erfolgt der Vortrieb des Haupttunnels über eine Länge von rund 570 m im Vollprofil (Kalotte und Strosse). Der Sohlnachlauf ist mit einer Länge von 125 m begrenzt. Ab dem Ende des Erkundungsstollens bis zum bergmännischen Ostportal erfolgt ein durchgehender Kalottenvortrieb unter dem Schutz von Rohrschirmen. I
n diesem Bereich werden von der Oberfläche aus acht Brunnen abgeteuft und das anstehende Grundwasser vorauseilend zum Vortrieb abgesenkt. Der 253 m lange Abschnitt wird zur Gänze mit einem temporären Kalottensohlgewölbe aufgefahren. Nach erfolgtem Durchschlag werden Strosse und Sohle ausgebrochen.
INNENAUSBAU
Nach Abschluss der Vortriebsarbeiten erfolgen der Einbau des Sohlgewölbes, der Ulmendrainageleitungen, der Regenschirmkunststoffabdichtung und der Ortbetoninnenschale. In der Regel wird der Gewölbebeton in Blocklängen von 12 m unbewehrt ausgebildet. Lediglich im Verschneidungsbereich Haupttunnel zum Lüftungsquerschlag sowie in den Nischen und den Portalbereichen sind lokale Bewehrungen im Gewölbebeton vorgesehen.
Das Sohlgewölbe wird aufgrund des bestehenden Quelldrucks voraussichtlich durchgehend bewehrt ausgeführt.
GEOLOGISCHE BEDINGUNGEN
Das Projektgebiet liegt aus regionalgeologischer Sicht innerhalb des Steirischen Neogenbeckens, dessen Sedimente das paläozoische Grundgebirge großteils überlagern. Der westliche Tunnelabschnitt wird durch eine Wechsellagerung von sandigen Tonen, Feinsanden und Mergellagen geprägt.
Der östliche Abschnitt besteht vorwiegend aus quartären Lockergesteinen, wobei der überwiegende Anteil der quartären Ablagerungen durch Feinkornsedimente bestimmt wird.




