L562 Wattkopftunnel - Ettlingen / Baden Württemberg / Deutschland
| AUFTRAGGEBER | Regierungspräsidium Karlsruhe |
| BAUZEIT | Februar 2009 - Mai 2011 |
| PROJEKTART | Rettungsstollen für den bestehenden Wattkopftunnel |
| AUSFÜHRUNG | in Arbeitsgemeinschaft |
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PROJEKTDATEN |
Fluchtstollenlänge | 1.540 m |
| Regelausbruchsquerschnitt | 20,8 - 21,7 m2 | |
| Max. Überlagerung | ca. 0 m |
Der nunmehr 15 Jahre alte Umfahrungstunnel von Ettlingen wurde als zweispuriger Gegenverkehrstunnel von der Arge Wattkopftunnel unter Federführung der Firma Hinteregger errichtet. Die aktuellen Sicherheitsrichtlinien machten den Bau eines 174 m langen Zugangsstollens sowie eines parallel zur Hauptröhre verlaufenden Rettungsstollens (1.366 m) mit sechs Querstollen (je ca. 14 m) zu der Verkehrsröhre erforderlich.
BAULEISTUNGEN
Die Baumaßnahme umfasst im Wesentlichen die Herstellung eines Voreinschnitts mit der entsprechenden Baugrubensicherung, den Ausbruch und die Sicherung des bergmännisch herzustellenden Rettungsstollens sowie den Abtransport und die Verwertung der Ausbruchsmassen.
Vortriebsbeginn war nach Herstellung des Voreinschnitts am 18.04.2009. Der Vortrieb erfolgt zu ca. 80 % als Sprengvortrieb im Mittleren Buntsandstein. Das Ende des nicht durchschlägigen Stollens befindet sich auf ca. 240 m in den schwierigen geologischen Verhältnissen der Vorbergzone, westlich der so genannten Rheingrabenverwerfung. Hier bestand das Gebirge überwiegend aus Lockergestein. Die insgesamt sechs Querschläge zur Tunnelhauptröhre wurden im Zuge des Hauptvortriebs bereits ausgebrochen und die Öffnungen in die Betonschale der Bestandsröhre mittels Seilsäge hergestellt.

Die Vortriebsarbeiten konnten ohne gröbere Probleme am 26.06.2010 abgeschlossen werden.Im Zuge des Stollenausbaus wird eine Bergwasserdrainage (Ulmendrainage), eine Abdichtung und eine bewehrte Innenschale eingebaut, wobei die letzten ca. 280 m mit geschlossener Sohle in druckwasserhaltender Ausführung ohne Drainagen konzipiert sind.
Die herzustellende Sohle wurde aus technischen Gründen sowie zur Optimierung des Bauablaufs von Banketten mit dazwischenliegender Kiesauffüllung auf eine durchgehende Sohlplatte geändert. Über der Platte ist noch ein zusätzlicher Gehwegbeton vorgesehen.Weiters im Auftragsvolumen befindet sich ein Lüftergebäude am Stollenportal.
Dieses wird in offener Bauweise hergestellt. Als Abschluss der Arbeiten erfolgen die Einschüttung des Lüftergebäudes und die Verfüllung des Voreinschnittes.




