Brandschutz Lainzer Tunnel-Wien
| AUFTRAGGEBER | ÖBB INFRASTRUKTUR AG |
| BAUZEIT | Jänner 2010 - August 2010 |
| PROJEKTART | Brandschutzbeschichtung aus brandbeständigem Faserspritzbeton |
| AUSFÜHRUNG | in Arbeitsgemeinschaft |
| PROJEKTDATEN | Brandschutzfaserspritzbetonschichte 28.500 m2 |
Der Auftrag umfasst die Detailplanung und Herstellung einer 9 cm dicken bewehrten Brandschutzschichte aus Spritzbeton (FRSpC) auf die bestehenden Tunnelinnenschalen der Rohbaulose LT 21 und LT 22 mit einer Gesamtlänge von 1.450 m in eingleisigen und zweigleisigen Tunnelröhren sowie in Nischen.
Zuvor wurde die bestehende Tunnelinnenschale mittels Hochdruckwasserstrahlen aufgerauht und gereinigt. Für den Brandschutz wurde eine Lage Bewehrung aus Baustahlgittermatten lagegenau mit 180.000 Stk. Schlagdübeln an der Tunnellaibung befestigt. Sie liegt damit mittig innerhalb der Brandschutzschichte.
Die Brandschutzspritzbetonschichte hält neben der uneingeschränkten Verbundwirkung zum Untergrund auch einer Sogbelastung von 3600 Pa und mit den aufgrund der werksseitig beigemengten Polypropylenfasern (PP) der Temperaturkurve RWS bei 1200°C 180 Minuten stand, was im Vorfeld mittels Brandversuchen nachgewiesen wurde.
Der Auftrag der Spritzbetonschichte aus Naßmischgut erfolgte im Dickstromverfahren mit einem Spritzbetonmanipulator. Sämtliche Nacharbeiten und Oberflächenbearbeitungen erfolgten aufgrund der hohen Genauigkeitsanforderungen manuell.

Durch die Nähe der Baumaßnahme zu bereits in Betrieb befindlichen Gleisen und gleichzeitig durchgeführten Gleis-bauarbeiten (Feste Fahrbahn, SFE-Arbeiten) in den Nachbarbauabschnitten erfolgte die Aufschließung der Baustelle über ein 20 m tiefes, bestehendes Schachtbauwerk, über welches nahezu alle Geräte- und Materialtransporte ab-gewickelt wurden.
Zur Qualitätsüberwachung wurden laufend Betonprüfungen, Überprüfungen des Untergrundes, Bestimmungen des Fasergehaltes und Prüfungen der Verbundhaftzugwirkung sowie Dübelausziehversuche durchgeführt.




