B29 Ortsumgehung Schwäbisch Gmünd - Deutschland
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AUFTRAGGEBER |
Bundesministerium für Verkehr, Bau-u. Stadtentwicklung vertreten durch das Regierungspräsidium Stuttgart |
| BAUZEIT | April 2008 - Juli 2012 |
| PROJEKTART | Errichtung eines zweispurigen Tunnels und eines Rettungsstollens |
| AUSFÜHRUNG | in Arbeitsgemeinschaft |
| PROJEKTDATEN | Tunnel | Gesamtlänge | 2.530 m |
| Trog West | Länge | 215 m | |
| offene Bauweise West | Länge | 228 m | |
| bergmännische Bauweise | Länge | 1687 m | |
| offene Bauweise Ost | Länge | 315 m | |
| Trog Ost | Länge | 87 m | |
| Rettungsstollen | Länge | 1.613 m | |
| Remsverlegung | Länge | 800 m |
PROJEKTÜBERSICHT
Der Tunnel mit den zugehörigen Trogstrecken weist eine Gesamtlänge von 2.530 m auf. Von westlicher in östlicher Richtung gliedert sich das Bauwerk in folgende Abschnitte: Nach einer 250 m langen Trogstrecke beginnt ein 230 m langer Tunnelabschnitt in offener Bauweise, dem der zentrale Tunnelabschnitt in bergmännischer Bauweise folgt. Im Osten endet das Tunnelbauwerk mit einem 315 m langen Tunnelabschnitt in offener Bauweise und einer anschließenden 90 m langen Trogstrecke.
In einer ersten Ausbaustufe wird der Tunnel als Gegenverkehrstunnel mit parallel dazu verlaufendem, bedingt befahrbarem Rettungsstollen betrieben. Der Rettungsstollen ist über 6 Fluchtwege mit dem Straßentunnel verbunden. In einer zweiten Ausbaustufe sind die Herstellung einer zweiten Röhre und der Betrieb als Richtungsverkehrstunnel geplant. Für die Trogbereiche werden bereits in der ersten Ausbaustufe vier Fahrstreifen vorgesehen. Die Zusammenführung auf zwei Fahrstreifen erfolgt in den in offener Bauweise hergestellten Tunnelbereichen. Der Tunnelbau erfordert auf eine Länge von 582 m eine Umlegung der Rems in nördliche Richtung.Die Tunnelvortriebsarbeiten erfolgen von Westen in Richtung Ostportal. 
Der Ausbruchsquerschnitt wird in Kalotte, Strosse und Sohle unterteilt und entsprechend den anstehenden Gebirgsverhältnissen mit dem Tunnelbagger bzw. mittels Sprengen gelöst. Nach dem Abklingen der Gebirgsverformungen beginnen die Innenausbauarbeiten. Über die gesamte Laibung wird eine druckwasserhaltende 3 mm Kunststoffabdichtung eingebaut. Die Sohle und das Gewölbe erhalten jeweils eine bewehrte Ortbetoninnenschale mit einer Regelblocklänge von 10 Metern.
GEOLOGIE UND HYDROGEOLOGIE
Die Untergrundverhältnisse sind geprägt von quartären Ablagerungen der Rems und dem Gestein des Lindenfirstes, welches geologisch dem mittleren Keuper zuzuordnen ist. Dabei handelt es sich um die so genannten Bunten Mergel, bestehend aus einer Wechselfolge von unterschiedlich festen Ton- und Sandsteinschichten. Der Grundwasserspiegel innerhalb
BETRIEBSTECHNIK
Zur Unterbringung sämtlicher für die Elektroversorgung des Tunnels notwendiger Einrichtungen dienen die Betriebsgebäude West und Ost sowie die unterirdische Abluftzentrale Mitte. Die Betriebsgebäude werden direkt auf der nördlichen Bauwerkshälfte des Tunnels in offener Bauweise angeordnet, so dass oberirdisch lediglich die Treppenhäuser und Luftschächte zu sehen sein werden. Die Betriebstechnik mit den Überwachungs-, Notruf- und Feuerlöscheinrichtungen entspricht dem neuesten Sicherheitsstandard.
Für die Bewetterung des Tunnels wird im Normalbetrieb die Tunnelabluft über Abluftklappen in den über der Zwischendecke liegenden Lüftungskanal abgesaugt und über die Abluftzentrale ins Freie gedrückt. Die Frischluft strömt über die freien Tunnelportale nach. Im Brandfall werden über einen Bereich von ca. 300 m über der Brandstelle die Abluftklappen geöffnet, der Rauch über den Abluftkanal und die Lüfterzentrale abgesaugt und über den Kamin nach oben ausgestoßen. Die Frischluft wird über die Portale nachgeführt.
Neben dem Bauauftrag ist von der Arbeitsgemeinschaft auch die gesamte Ausführungsplanung zu erbringen.





