Hochwasserschutz Machlanddamm - Baulos 3 - Bezirk Perg / Oberösterreich
| AUFTRAGGEBER | Machlanddamm GmbH |
| BAUZEIT | Dezember 2009 - Dezember 2012 |
| PROJEKTART | Erd-und Baumeisterarbeiten, Rekultivierungsarbeiten |
| AUSFÜHRUNG | in Arbeitsgemeinschaft |
Die anhaltenden Gefährdungen des Machlandes durch Donauhochwässer waren Anlass, Maßnahmen zum Schutz der betroffenen Gebiete zu projektieren. Im Rahmen des gegenständlichen Bauloses 3 sollen - bei gleichzeitiger Schaffung von ökologischen Ausgleichsmaßnahmen – die Objekte in den Gemeinden Baumgartenberg und Mitterkirchen geschützt werden.
Die Gesamtlänge des Hochwasserschutzprojekts Donau-Machland beträgt ca. 13 km. Wegen der Größe dieses Bauvorhabens erfolgte eine Teilung in drei Baubschnitte, wobei jeder dieser Abschnitte für sich funktionsfähig und hinsichtlich der Hochwasserschutzwirkung auch selbständig wirksam ist. Einen wesentlichen Bestandteil der Baumaßnahme bildet die Errichtung von insgesamt 14 Hochwasserpumpwerken und eines Mischwasserpumpwerks. Die neu zu errichtenden umschließenden Hochwasserschutzdämme bestehen aus einem Homogendichtkern, der luft- und wasserseitig ca. 80 cm mit Stützkörpermaterial überschüttet und begrünt bzw. humusiert wird. Der Dichtkörper wird mit einem „Sporn“ mindestens 1,5 m tief in das bestehende Gelände eingebunden. Der Sporn hat eine horizontale Basis von 1,5 m und luftseitig eine Neigung von 1:1 bis zum Dammaufstandsplanum.
Der Hochwasserschutzdamm wird als lagenweise geschütteter und verdichteter Erddamm ausgeführt. Die Höhe des Dammes beträgt bis zu 6 m, die Kronenbreite beträgt grundsätzlich 4 m, die Böschungsneigung an beiden Seiten ist 1:2 oder flacher. Um ein unkontrolliertes Überströmen der Dämme zu verhindern, sind entlang der gesamten Dammtrasse „Überström-bereiche“ vorgesehen, in denen die Dammkrone und die luftseitige Böschung mit Steinschlichtungen gesichert sind. Die Ausbildung der Dammfußdrainage wird den lokalen Verhältnissen entsprechend variiert. Neben der Dammfußdrainage selbst schließen gegebenenfalls die Filterschicht der Entwässerungsmulden und / oder ein Entlastungsdrainageschlitz bis zum durchlässigen Untergrund an die Dammfußdrainage an. Um eine durchgehende Kontrolle und eine Bewirtschaftung der Dämme zu ermöglichen, sind entlang des Böschungsfußes Begleitstreifen vorgesehen.




