Erweiterung Kraftwerk Hieflau Baulos 02 - Steiermark
| AUFTRAGGEBER |
VERBUND Hydro Power AG |
| BAUZEIT | April 2009 - Oktober 2009 (Hauptbauzeit) Fertigstellung: Juni 2010 |
| PROJEKTART | Erd-und Baumeisterarbeiten |
| AUSFÜHRUNG | Eigenbaustelle |
| PROJEKTDATEN | Asphaltabdichtung | ca. 25.000 m2 |
| Betonmenge Wasserschloss+Gerinne | ca. 2.700 m3 | |
| Kabelverlegearbeiten | ca. 700 m |
Das Projekt Erweiterung Kraftwerk Hieflau beinhaltete Maßnahmen zur Steigerung der Leistungskapazitäten an einem bereits bestehenden Kraftwerksstandort. Da das Kraftwerk Hieflau im Nahbereich des Nationalparks Gesäuse und im Bereich des Speichers Gstatterboden sogar im „Natura 2000“-Gebiet liegt, waren die Bauarbeiten mit größter Sorgfalt durchzuführen.
Die Baustellenbereiche für die Erweiterung liegen direkt an der Grenze zum Nationalpark und der Bereich Wagterrasse mit Wasserschlossgerinne und Wasserschloss selbst liegt im Landschaftsschutzgebiet. Die Besonderheit dieses Bauvorhabens stellte jedoch die kurze zur Verfügung stehende Bauzeit dar. Im April und Mai 2009 konnten nur Vorbereitungsarbeiten durchgeführt werden. Erst als mit 01. Juni 2009 der Abstau erfolgt war, konnten im Wasserschlossgerinne und am Wasserschloss selbst die Arbeiten in Angriff genommen werden.

Da aber jede Stunde, die das Kraftwerk nicht am Netz ist und Strom produziert, zu hohen Erzeugungsverlusten führt, wurde mit 01. Oktober 2009 wieder aufgestaut. Das bedeutet eine Bauzeit von nur vier Monaten!
Das Baulos 02 beinhaltete zum einen die Erweiterungsarbeiten im Wasserschloss-gerinne (Erdbau und Asphaltabdichtung) und am Wasserschloss selbst (Betonbauarbeiten), zum anderen Kabelverlege- und Rekultivierungsarbeiten (Deponie Wagspeicher für
Ausbruchsmaterial). Weiters waren für die Anbindung der zusätzlichen Maschine Druckrohrleitungen zu verlegen sowie ein Grundablass und ein Tosbecken zu errichten. Die Verlegung der Druckrohrleitung DN 2700 wurde vom Bauherrn an einen weiteren Auftragnehmer vergeben.
Die bestehende Abdichtung des Wasserschlossgerinnes wurde abgetragen, die Böschungen verflacht (um das Speichervolumen zu vergrößern) und anschließend eine Asphaltabdichtung aufgebracht. Das Wasserschloss selbst wurde um eine Maschinenanbindung erweitert.Die bestehenden Betonflächen wurden saniert, wobei der Betonabtrag zwischen 10 und 30 cm variierte. Im Jahr 2010 wurden die Betonarbeiten für das Frequenz-umformergebäude, die Rekultivierungs-arbeiten im Bereich der Zwischendeponien und die Geländegestaltungen durchgeführt. Der Kraftwerksbereich fügt sich nun harmonisch in die umgebende Nationalparkstruktur ein.



